Abwärts

Masochist

Meine Gedanken kreisen wie die Zeiger der Uhr
Ich stehe im Traum in einem Hochhausflur
In den Korridoren der großen Stadt
Leb ich ewig und sicher, mein Hunger macht mich satt
Mit dem linken Bein steh' ich in der Tür
Mit dem rechten laufe ich fort von hier
Ich verspritze mein Blut, und es brennt heiß wie Glut
Wenn meine Linke nicht weiß was die rechte tut
Seit so vielen Jahren kenne ich dich
Ich hab mich verliebt in dein blasses Gesicht
Seit so vielen Jahren wart' ich auf dich
Jetzt erscheinst du mir in einem anderen Licht
Ich spür deinen Atem, trete hinter dich
Mit dem blanken Stahl schneid ich tief in mich
Was lebendig war, liegt jetzt tot vor dir
Ein Stück blutiges Fleisch vor einer Fahrstuhltür